Progressive Studiengänge – wichtig, aber häufig schwer verständlich

Berlin, 19. August 2019. Klar, Jura oder Medizin kennt jeder. Doch was ist eigentlich Sustainable Business? Oder Leadership Management? Experten sprechen von bis zu 20.000 verschiedenen akkreditierten Studiengängen, jährlich kommen neue dazu – meist mit englischem Namen und spezialisiert auf ein bestimmtes, digitales Berufsfeld. Dabei scheint das Gros der Gesellschaft jedoch nicht zu wissen, worum es sich dabei im Einzelfall handelt – selbst, wenn diese essenzielle Aspekte der künftigen Berufswelt verkörpern. Teilnehmer einer repräsentativen Studie der University of Applied Sciences Europe (UE) zum Thema private und öffentliche Hochschulen wurden bezüglich neuartiger Studiengänge und ihrer Bedeutung befragt.

Eltern mit Abiturienten und Studierenden wurden dahingehend befragt, wie sehr sie sich die Studieninhalte zehn ausgewählter, neuartiger Studienfächer vorstellen können. Das Ergebnis zeigt: Viele halten neuartige und progressive Studienfächer für wichtig – können mit den neuerlichen Bezeichnungen aber wenig bis nichts anfangen.

Progressive Studienfächer werden als wichtig wahrgenommen
Mit 69 Prozent waren mehr als zwei Drittel der befragten Elternteile der Ansicht, neue, progressive Studiengänge seien nötig, um den Innovationsstandort Deutschland voranzubringen. Bei der Gruppe der Abiturienten und Studierenden lag dieser Wert mit 62 Prozent leicht darunter. Bei den Privatstudierenden waren nahezu Dreiviertel dieser Ansicht (74 %).

Über die Hälfte der Eltern und Abiturienten beziehungsweise Studierenden (55 % / 54 %) war darüber hinaus davon überzeugt, dass progressive Studiengänge die nötigen Fähigkeiten und Kompetenzen für den Arbeitsmarkt von morgen vermitteln. Privatstudenten gingen sogar zu 63 Prozent davon aus.

Insgesamt war fast die Hälfte der Eltern davon überzeugt (49 %), dass derartige Fachrichtungen Kompetenzen vermitteln, die traditionelle Studiengänge nicht erbringen können. Mit 54 Prozent war diese Meinung noch etwas stärker bei der Gruppe der Jüngeren vertreten. Privatstudierende waren mit 60 Prozent am stärksten dieser Ansicht.

Väter mehr Vorstellungskraft als Mütter
Unter den befragten Eltern konnten sich die meisten Teilnehmer die Inhalte des Fachs Digitale Medienproduktion vorstellen (65 %). Somit wussten damit nahezu zwei Drittel etwas anzufangen. Auch unter Software Engineering vermochte sich mit 63 Prozent der Großteil der teilnehmenden Eltern etwas vorzustellen. Auch E-Business war immerhin noch 56 Prozent der befragten Eltern ein geläufiger Begriff.

Studiengänge wie Sustainable Business, welcher sich auf das nachhaltige Wirtschaften fokussiert, wurden dagegen nur von 22 Prozent der befragten Eltern verstanden. Auch das Studienfach Media Spaces, bei dem sich alles um digitales Raumdesign dreht, war nur 28 Prozent der Eltern überhaupt ein Begriff. Dicht dahinter folgt Digital Transformation Management, ein Studiengang, der darauf ausgelegt ist, im Unternehmen den digitalen Wandel zu begleiten. Dies konnte nur von jedem Dritten Elternteil (33 %) eingeordnet werden.

Interessant: Durchschnittlich schienen Väter mit 49 Prozent gegenüber Müttern mit 38 Prozent ein generell besseres Verständnis neuartiger Studiengänge zu besitzen. Noch stärker ausgeprägt war der Unterschied jedoch zwischen Eltern, die selbst ein Studium abgeschlossen haben – hier lag die Verständnisquote bei 54 Prozent der abgefragten Studienfächer – und solchen, die keine Hochschulbildung erhalten haben. Letztere verstanden durchschnittlich nur 38 Prozent der genannten neuartigen Studiengänge.

Abiturienten und Studierende haben keinen Wissensvorsprung
Bei der Gruppe der Abiturienten und Studierenden zeichnete sich ebenfalls eine Unkenntnis derselben Studiengänge ab: Hier belegt Media Spaces den ersten Platz – 78 Prozent der Befragten konnten sich darunter nichts vorstellen.

Dicht folgen: Interaction Design, ein Studiengang zur Gestaltung von digitalen Nutzererfahrungen, und Digital Transformation Management, mit einem jeweiligen Anteil von 75 Prozent der Befragten, welche angaben, keinerlei Vorstellung von der Bedeutung der Begriffe zu haben. Ebenfalls auf wenig Verständnis trifft der Studiengang Sustainable Business – diesen gaben nur 28 Prozent der befragten jungen Menschen an, zu verstehen.

Dazu sagt Prof. Dr. Daniel Kaltofen, Prorektor für Studium und Lehre der University of Applied Sciences Europe: „Die Schaffung neuer Studiengänge mit zukunftsweisenden Inhalten ist von hoher Bedeutung, wenn wir in Deutschland auch weiterhin international mithalten wollen. Das heißt jedoch nicht, dass jedes neugeschaffene Studienfach auch langfristig Bestand haben wird – dazu verändern sich Berufsfelder in zahlreichen Branchen derzeit viel zu schnell. Studieninteressierte sollten daher sicherstellen, dass an der Konzeption des Faches und in der aktiven Lehre Menschen aus den entsprechenden Branchen beteiligt sind, und ein hohes Maß an Praxisbezug herrscht, um für den Berufseinstieg erfolgreich gerüstet zu sein.“

Über die Studie
Die repräsentative Studie wurde im April 2019 im Auftrag der University of Applied Sciences Europe ursprünglich zur internen Evaluation der Situation auf dem deutschen Bildungsmarkt von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut durchgeführt und befragte mehr als 1.000 Eltern und über 1.000 Jugendliche (Abiturienten sowie Studienanfänger) mit demselben Fragenkatalog. Im Hinblick darauf ist die Stichprobe in Deutschland bislang eine Besonderheit.

Über die University of Applied Sciences Europe – Iserlohn, Berlin, Hamburg
Die University of Applied Sciences Europe mit Standorten in Iserlohn, Berlin und Hamburg ist eine staatlich anerkannte private Hochschule. Sie bildet in den vier Bereichen Business Management, Medien- und Kommunikationsmanagement, Sportmanagement und Psychologie sowie in Kunst & Design Gestalter und Entscheidungsträger von morgen aus und setzt den Grundstein für Karrieren auf den globalen Jobmärkten der Zukunft. Durch ihr Netzwerk von zahlreichen Partnerschulen weltweit, fördert die University of Applied Sciences Europe einen internationalen und interkulturellen Austausch sowohl in Forschung und Lehre als auch in zahlreichen Praxisprojekten. Alle Bachelor-, Master- und dualen Studiengänge sind staatlich anerkannt und akkreditiert. Darüber hinaus bietet sie duale Studiengänge sowie einen digitalen, internationalen MBA an. Ende 2014 wurde sie für weitere zehn Jahre reakkreditiert und verfügt somit über das in Deutschland größtmögliche wissenschaftliche Qualitätssiegel. Weitere Informationen: https://www.ue-germany.com/

Pressekontakt:
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Susanne Börensen, PR Manager
Tel: 030 / 338 539 618
E-Mail: susanne.boerensen@gusgermany.de

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