Wegweiser durch den Versicherungsdschungel: Diese Policen brauchen Startups und Gründer

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  • Softwarehersteller, Online-Vergleichsportal, Dienstleister: Welche Versicherung ist unabdingbar für welches Unternehmen?
  • Viele Startups haben Probleme, eine Versicherung zu bekommen – der Grund: digitale Geschäftsmodelle sind vielen Versicherern zu riskant

Berlin, 22. November – Die Startup-Szene in Deutschland wächst ununterbrochen weiter – Allein in der ersten Jahreshälfte 2017 gab es bundesweit knapp 290.000 Neugründungen.* Doch wer ein Unternehmen gründet, geht zwangsläufig ein Risiko ein. Daher ist es so wichtig, sich dagegen entsprechend abzusichern: gegen einen Unternehmensbrand, eine Cyberattacke oder den Verlust von wichtigen Daten nach einem Systemausfall.

Da junge Unternehmen oft nicht beurteilen können, welche Versicherungen für sie überlebenswichtig sind und die Risiken je nach Branche variieren, hat das Maklerbüro transparent-beraten.de (www.transparent-beraten.de) eine Übersicht zusammengestellt, die Startups und Gründern eine schnelle und praktische Orientierung zu diesem Thema gibt. Anhand von drei gängigen Fallbeispielen – eines Softwareherstellers, eines Online-Vergleichsportals und eines Dienstleisters – wird gezeigt, welcher Versicherungsschutz für welche Unternehmensform in welchem Unternehmensjahr unabdingbar ist und auf welche eher verzichtet werden darf.

Der Wegweiser kann hier angesehen und heruntergeladen werden

Welche Versicherungen sind wann nötig?

Es gibt Policen, die für jedes Unternehmen, unabhängig von dem Unternehmensalter und -art, ausgesprochen wichtig sind. Dazu zählen zum Beispiel die Betriebshaftpflicht-, die Vermögenshaftpflicht- und die Mediahaftpflichtversicherung.

Wenn zum Beispiel ein stark wachsendes Online-Vergleichsportal mit seinen vielen neuen Mitarbeitern größere Büroräume bezieht, schützt es sich mit einer Betriebshaftpflichtversicherung vor zahlreichen kleinen und großen Umzugsschäden an den gemieteten Räumlichkeiten. Wenn eine Softwarefirma wiederum aufgrund eines Hackerangriffs sensible Daten von Kunden preisgibt und dadurch Bankkonten leergeräumt werden, schützt sie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung vor dem möglichen Bankrott. Eine Grafikagentur braucht hingegen eine Mediahaftpflichtversicherung, wenn der fehlende Buchstabe auf einem Buch-Cover erst nach dem Druck der ersten Auflage bemerkt wird. Die Kosten für die Entsorgung der fehlerhaften Drucke sowie für die Neudrucke werden dann von der Versicherung übernommen.

Der Zusammenstellung von transparent-beraten.de lässt sich entnehmen, dass manche Unternehmen noch weiterer, besonderer Versicherungspolicen bedürfen. So sind für einen Lieferdienst zusätzlich auch eine Transport- und eine KFZ-Versicherung unabdingbar, während ein Hersteller von Anbauteilen immer auch eine Produkthaftpflichtversicherung abschließen sollte, falls eines der ausgelieferten Teile bei einem Kunden einen Schaden verursacht.

Digitale Geschäftsmodelle als Knackpunkt bei Versicherungsanträgen

Die drei dargestellten Unternehmensformen decken mit ihren jeweiligen Eigenheiten fast die gesamte Palette der aktuellen Startup-Landschaft ab – zumindest aus Sicht der Versicherer. Während der Softwarehersteller ausschließlich virtuelle Produkte vertreibt, kann ein Dienstleister sowohl in der digitalen als auch in der realen Welt unterwegs sein. Das Online-Vergleichsportal bietet aus Sicht der Versicherer die geringsten Probleme, denn dieses vertreibt in der Regel keine eigenen Produkte.

Fast alle Startups haben ein gemeinsames Problem: die Nutzung des Internets. Für die Versicherer ist die Nutzung des Webs oft kritisch, da das Internet zahlreiche Risiken birgt, die nur schwer zu erfassen sind. Und so haben es gerade Internet-lastige Unternehmen bei einigen Versicherungsformen schwer, eine günstige Police zu bekommen. Besonders hellhörig werden die Versicherer zudem, wenn das Internet ein zentraler Vertriebsweg ist – was bei immer mehr Startups der Fall ist.

Alexander Vorgerd_transparent-beraten.de

Alexander Vorgerd von transparent-beraten.de

Richtig kompliziert wird es, wenn es um eine Mischform geht. „Am schwersten zu versichern ist ein Startup, das im Internet und in der realen Welt agiert”, erklärt Alexander Vorgerd, Versicherungsexperte bei transparent-beraten.de. „Deswegen ist der Dienstleister, der sich sowohl in der digitalen als auch in der realen Welt bewegt, von unseren drei Beispielen für die Versicherer am riskantesten. Zum einen nimmt der Dienstleister, zum Beispiel ein Möbel-Lieferdienst – “Möbel-Taxi”, die Bestellungen über das Internet entgegen. Zum anderen müssen reale Gegenstände versichert werden – die bestellten Möbel – die zudem noch im öffentlichen Straßenverkehr ausgeliefert werden. Bei den Versicherern schrillen in so einem Fall die Alarmglocken.“ Wenn man hier wirklich sorgfältig alle Bereiche absichern möchte, ist es sinnvoll mit einem spezialisierten Berater bzw. einem Makler zusammen zu arbeiten. Ansonsten laufen Startups und Gründer Gefahr, dass der Versicherungsantrag entweder abgelehnt wird oder der vereinbarte Versicherungsschutz nicht ausreicht, um im Ernstfall sämtliche Schäden wirkungsvoll abzudecken.

 

*Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 19.09.2017
(https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/09/PD17_329_52311.html)

 

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