Krankenkassen: Befürchtete „Kostenexplosion” durch Flüchtlinge bleibt bislang aus

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Seit gut einem Jahr spekulieren Fachleute und Medien, wie sehr die Zuwanderung das deutsche Gesundheitssystem belasten wird. Zur befürchteten „Kostenexplosion” kam es bislang jedoch nicht, haben die Versicherungsexperten von transparent-beraten.de herausgefunden. In Thüringen arbeitet man sogar am Rückbau von Überkapazitäten bei der Flüchtlingsversorgung.

Berlin, 16. März 2017 – Seit rund einem Jahr diskutieren Medien und Fachleute, wie sehr die Flüchtlinge das deutsche Gesundheitssystem finanziell herausfordern. Es wird davon ausgegangen, dass viele Flüchtlinge traumatisiert in Deutschland ankommen und eine kostspielige medizinische Behandlung benötigen. Zugleich gibt es die Sorge, dass die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) für Asylbewerber zu einer Mehrbelastung für Kommunen führt. Beide Befürchtungen haben sich bislang nicht bewahrheitet, hat transparent-beraten.de (www.transparent-beraten.de) herausgefunden.

Keine Zahlen zu überhöhten Kosten durch Flüchtlinge

Es gibt aktuell keine belastbaren Hinweise auf eine „Kostenexplosion” durch die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen. Das Bundesgesundheitsministerium teilte auf Anfrage mit, dass das Ausmaß der Beitragserhöhungen zur gesetzlichen Krankenversicherung zum 01. Januar 2017 auch die Erwartungen an dieses Jahr widerspiegeln. Aus dem vergleichsweise niedrigen Anstieg könne man schließen, dass das Gesundheitssystem solide aufgestellt sei.

Der AOK Bundesverband erklärte zugleich, dass es von keinem einzigen Regionalverband Hinweise auf deutliche Mehrkosten gegeben habe. Ähnliches gilt für den GKV Spitzenverband. Welche Kosten durch die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen entstanden sind, lasse sich anhand der Zahlen nicht sagen, erklärte der Verband gegenüber transparent-beraten.de. „Eine solche Differenzierung geben die uns vorliegenden Statistiken nicht her.”

Ob weniger Flüchtlinge medizinische Leistungen in Anspruch genommen haben als ursprünglich erwartet oder ob die Zahl der Flüchtlinge generell zu hoch gegriffen war, lässt sich an dieser Stelle nicht sagen. Entscheidend ist dabei, dass die spekulierte Kostenexplosion bislang nicht aufgetreten ist.

Die elektronische Gesundheitskarte entlastet Krankenkassen und Behörden

Dass sich die Kosten für die medizinische Versorgung von Flüchtlingen derzeit noch im Rahmen halten, ist nach Ansicht vieler Fachleute unter anderem auf das Bremer Modell zurückzuführen. Zentraler Bestandteil des Modells ist die Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte (eGK) für Flüchtlinge. So können die Betroffenen direkt einen Arzt aufsuchen, ohne vorher zum Sozialamt gehen zu müssen, um sich einen Behandlungsschein ausstellen zu lassen. Damit verringert sich der Verwaltungsaufwand für Krankenkassen und Behörden.

Neben der Hansestadt haben bereits sieben weitere Bundesländer das System übernommen, bei dem Flüchtlinge eine medizinische Grundversorgung erhalten, ohne einen Behandlungsschein vom zuständigen Amt vorlegen zu müssen. „Für Inhaber der elektronischen Gesundheitskarte entfällt nun der vierteljährliche Gang zu ihrer Leistungsbehörde. Dies entlastet sowohl die Betroffenen als auch die Behörden deutlich”, erklärte die AOK Nordost gegenüber transparent-beraten.de.

Auch aus Thüringen gibt es Anzeichen, dass die allgemeinen Kosten für Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen niedriger ausfallen als erwartet. Allein bei der Unterbringung habe man Überkapazitäten abbauen müssen, erklärt das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz auf Anfrage. Zuvor habe man mit weit größeren Zahlen geplant.

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