SumUp-Analyse zum Dry January: In Deutschland zeichnet sich der Alkoholverzicht immer mehr ab
Unterschiede in deutschen Großstädten erkennbar, München trotzt dem Trend
Auch Tabakgeschäfte und Dampferläden mit kleineren Transaktionswerten
Der Dry January ist eine mittlerweile fest etablierte Maßnahme in Deutschland – weit über einen vorübergehenden Trend hinaus. Immer mehr Menschen verzichten besonders auch im ersten Monat des Jahres auf den Konsum von Alkohol. Eine Yougov Studie* zeigt, dass seit 2021 die Zahl der Käufer alkoholhaltiger Getränke stetig abnimmt. Aber wie wirkt sich der Dry January auf den Handel aus?
Eine aktuelle Auswertung** des globalen Finanztechnologie-Unternehmens SumUp (www.sumup.de) zeigt, dass Geschäfte, die sich vor allem auf Alkohol spezialisiert haben, deutschlandweit im Vergleich zum letzten Januar kleinere Warenkörbe um minus18,3 Prozent verzeichnen. Das deutet klar auf einen bewussteren Umgang mit Alkohol hin.
Die weiteren Ergebnisse im Überblick:
- Im Januar haben die Warenkörbe in Tabakgeschäften bzw. Dampferläden abgenommen. Hier gibt es sogar einen Rückgang um 22,1 Prozent. Die Reduzierung bzw. der komplette Verzicht auf Alkohol geht scheinbar einher mit dem Trend, weniger zu rauchen.
- Auch Bars und Clubs haben in der Analyse um 15,3 Prozent kleinere Warenkörbe, bei 23,5 Prozent mehr Transaktionen.
- Cafés und Restaurants – in denen traditionell auch Alkohol konsumiert wird – haben um minus 10,7 Prozent kleinere Warenkörbe, bei 14,1 Prozent mehr Transaktionen.
In deutschen Großstädten wird Dry January sehr unterschiedlich gelebt:
- Berlin folgt dem deutschlandweiten Trend – in Bars und Clubs nehmen die Warenkörbe um 13,4 Prozent ab.
- In Köln hingegen scheint der Dry January bedingt Einfluss zu haben: Die Warenkörbe in Alkoholgeschäften nehmen nur um 0,9 Prozent ab. In Bars und Clubs sind sie um 15,9 Prozent geringer.
- In Frankfurt am Main hingegen haben die Warenkörbe in Bars/Clubs sogar fast um die Hälfte (47,1 Prozent) abgenommen, in Alkoholläden konsequenterweise auch mit 26,7 Prozent um mehr als ein Viertel.
- München hingegen scheint der Dry January kalt zu lassen. Alkoholfachgeschäfte verzeichnen mit 15,4 Prozent entgegen dem Deutschlandtrend ein Plus bei Warenkörben; Bars und Clubs erleben ein kleines Minus von 4 Prozent.
- Hamburg, eine Stadt, die auch fürs Feiern bekannt ist, weist ebenfalls ein Minus bei den durchschnittlichen Warenkörben von 16,7 Prozent in Bars und Clubs aus. Auch Alkoholgeschäfte verzeichnen einen Rückgang von knapp einem Zehntel (9,4 Prozent).
Andreas Heuer, Inhaber vom Weinheuer in Berlin, bestätigt den Trend: „Den Dry January spüren wir deutlich: Anfang des Jahres ist das Kaufverhalten spürbar zurückhaltender. Auch generell wird der Alkoholkonsum bewusster, die Nachfrage nach alkoholfreien Alternativen wächst – vor allem bei jüngeren Generationen und Frauen – zumeist für bestimmte Anlässe. Umsatzseitig bleiben sie jedoch eine Ergänzung und keine echte Alternative zum Wein, auch wegen der aufwendigen Herstellung.”
Quellen:
*Yougov: https://yougov.de/consumer/articles/53912-alkoholkonsum-im-wandel-bewusster-verzicht-im-januar-gewinnt-an-bedeutung-jungere-trinken-weniger-alkohol
**Methodik Datenabfrage: Die SumUp Auswertung hat anonymisierte Transaktionen, also über SumUp getätigte Zahlungen,pro Händler in ausgewählten Kategorien vom 2. bis zum 25. Januar 2026 ausgewertet. Bei der Analyse handelt es sich um eine Vergleichswertanalyse, wobei der Zeitraum vom 2. bis zum 25 Januar 2025 als Vergleichszeitraum fungierte.
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