Statement von Fresh Energy zur Diskussion um Kohleausstieg, steigende Strompreise und sparwillige Verbraucher

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Berlin, 14. Februar 2019. Der Kohleausstieg führt zu noch höheren Strompreisen.* Diese sind für private Haushalte zwischen 2006 und 2018 ohnehin schon um 51% gestiegen.** Die Verbraucher sind daher verunsichert und fragen sich: Wohin soll das noch führen? Einzige Stellschraube, an der Verbraucher, die selbst keinen Strom produzieren, drehen können, ist das Stromsparen. Technisch betrachtet hätte der flächendeckende Smart Meter Rollout aktuell den richtigen Anreiz für Verbraucher schaffen können. Warum genau diese Chance vertan wurde? – Dazu ein Statement von Daniel von Gaertner, COO & CPO von Fresh Energy, einem prämierten GreenTech-Unternehmen.

„Das Thema Stromsparen greift in Deutschland noch längst nicht richtig. Der Verbraucher hat – bis auf eine jährliche Abrechnung und die Nachweise der Gerätehersteller – überhaupt keine Anhaltspunkte für seinen tatsächlichen Stromverbrauch und kann daher auch seine Einsparpotenziale kaum verfolgen.“

„Voraussetzungen für bewusstes Stromsparen durch die Stromkunden sind die monatliche Abrechnung und eine Echtzeitauswertung des Stromverbrauchs – für die Verbraucher jederzeit einsehbar und nach Haushaltsgeräten aufgeschlüsselt. Die Ausstattung der Haushalte mit diesen Möglichkeiten würde einen erheblichen Unterschied machen: für das Portemonnaie jedes Verbrauchers und für den gesamten Energiehaushalt Deutschlands. Das Thema Stromsparen ist deshalb in unbedingtem Zusammenhang mit der Energiewende und daher auch mit dem Kohleausstieg zu sehen.“

„Die Tragweite eines technologiegesteuerten Sparanreizes für die Verbraucher verdeutlicht eine aktuell bei uns laufende Erhebung mit 150 Testhaushalten. Ein Vorher-Nachher-Vergleich zeigt, dass Verbraucher bei Nutzung geeigneter technischer Möglichkeiten etwa 10% Strom pro Haushalt einsparen. Hochgerechnet reden wir hier bundesweit von einem Einsparpotenzial von 12,88 Terawattstunden pro Jahr. Das entspricht beinahe der Leistung eines durchschnittlichen Kohlekraftwerks. Von der finanziellen Seite her bedeutet dies bei 27 Cent pro kWh eine Ersparnis von ca. 3,5 Mrd Euro.“***

„Der aktuell laufende Smart Meter Rollout hätte die technischen Möglichkeiten schaffen können, die der Verbraucher braucht, um aktiv und gesteuert Strom sparen zu können. Doch die flächendeckend installierten digitalen Messgeräte schöpfen keinesfalls die technischen Möglichkeiten aus und lassen die Verbraucher weiterhin im Dunkeln stehen, was die Transparenz ihres eigenen Stromverbrauchs anbelangt.“

„Für die Energiewende wäre es daher ein entscheidendes Signal gewesen, beim Smart Meter Rollout 41,3 Mio. deutsche Haushalte so aufzurüsten, dass überhaupt erst die technischen Grundlagen für bewusstes Stromsparen der Verbraucher gegeben sind.“****

“Es ist aber noch nicht zu spät. Es ist möglich, die Stromzähler auch im Nachhinein aufzurüsten, sodass sie in der Lage sind, Mehrwerte zu ermöglichen.”

 

Quellen:

* Deutscher Industrie- und Handelskammertag:

https://www.dihk.de/presse/meldungen/2019-01-22-aurora-analyse-strommarkt (abgerufen am 31.01.2019)

** Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW):

https://www.bdew.de/media/documents/1810_BDEW_Strompreise_Haushalte.jpg (abgerufen am 31.01.2019)

*** Einer weiteren Studie zufolge beträgt die Stromersparnis durch die Live-Visualisierung des Stromverbrauchs sogar 12 %: Armel, Gupta, Shrimali & Albert 2012: Is disaggregation the holy grail of energy efficiency? The case of electricity.

**** laut Statista gab es in Deutschland 2017 rund 41,3 Mio. Privathaushalte:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156950/umfrage/anzahl-der-privathaushalte-in-deutschland-seit-1991/  (abgerufen am 31.01.2019)

 

Als Hintergrundinformation zum Smart Meter Rollout sehen Sie auch unsere aktuelle Pressemitteilung:

https://www.dropbox.com/s/83isebkj9pamxkw/190130%20Fresh%20Energy_PM%20%20Der%20wenig%20smarte%20Smart-Meter-Rollout.pdf

 

Über Fresh Energy

Fresh Energy bietet Mehrwerte basierend auf Smart Meter-Daten – als voll digitaler Stromdienstleister für Stromversorger. Der Smart Meter misst den gesamten Stromverbrauch und erkennt durch selbstlernende Algorithmen die Verbrauchsmuster einzelner Geräte oder Gerätegruppen. Entsprechend kann der Geräteverbrauch einzeln ausgewiesen und für den Kunden als Live-Visualisierung dargestellt werden. Fresh Energy ermöglicht damit auch die Abrechnung des Stromverbrauchs auf Monatsbasis. Somit gibt es garantiert keine Nachzahlungen – die Kunden zahlen monatlich nur das, was sie tatsächlich verbrauchen. Dadurch fördert Fresh Energy einen bewussten Energiekonsum und hilft, Sparpotenziale voll auszuschöpfen.

Alle Services von Fresh Energy sind auch als White Label-Lösungen integrierbar. Dieses innovative Konzept findet auch staatlichen Zuspruch: Ende 2017 bekam das GreenTech-Unternehmen 1 Million Euro Fördergelder von dem BMWi und dem BAFA für die Teilnahme an dem staatlichen Förderprogramm „Einsparzähler“ zur Initiierung von smarten Energieeinsparungen. Fresh Energy ist im April 2017 von Dr.-Ing. Christian Bogatu (CEO) und Daniel von Gaertner (COO & CPO) in Berlin gegründet worden und beschäftigt aktuell 30 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.getfresh.energy

 

Kontakt:

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Anja Wiebensohn / Daniel Kuppel

Münzstraße 18, 10178 Berlin

Tel.: (030)-219159-60, freshenergy@markengold.de

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