Podiumsdiskussion an der Unternehmerhochschule BiTS: Die Welt nach Trump-Wahl und Brexit

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Zwei historische Ereignisse der Gegenwart bewegen aktuell Politik und Wirtschaft: Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union und die Wahl von Donald J. Trump zum Präsidenten der USA. Was bedeuten diese Umwälzungen polit-ökonomisch? Woher kommt die Polarisierung, die sie bewirken? Und welche Chancen und Risiken bergen sie für das Geldsystem? Diese Fragen und die politischen Konsequenzen diskutieren prominente Redner aus Politik und Wirtschaft aus liberaler Perspektive am 24. April 2017 in der Unternehmerhochschule BiTS in Berlin.

Die Podiumsdiskussion an der Hochschule BiTS findet im Rahmen der Free Market Roadshow 2017 statt. Diese wird seit zehn Jahren vom Austrian Economics Center (AEC) in europäischen Städten und auf dem Kaukasus veranstaltet. Die Veranstaltung in Berlin wird von den beiden BiTS Professoren für Entrepreneurial Economics Dr. Henrik Hagedorn und Dr. Stefan Kooths moderiert.

Podiumsdiskussion: Die Welt nach Brexit und Trump-Wahl
24.04.2017, 16 Uhr
BiTS, Dessauer Str. 3-5, 10963 Berlin, Audimax

Statements von Prof. Dr. Stefan Kooths und Prof. Dr. Henrik Hagedorn zum Thema:

Dr. Stefan Kooths, Professor für Volkswirtschafslehre an der BiTS Berlin:
“Die Free Market Roadshow in Berlin bringt die führenden liberalen Think Tanks der Hauptstadt zusammen. Ihre Vertreter werden deutlich machen, wie wichtig es gerade heute ist, sich auf die liberalen Fundamente einer offenen Welt zu besinnen, ohne die weder persönliche Freiheit noch wirtschaftlicher Wohlstand denkbar sind. Grenzüberwindung beginnt mit freien Gedanken, die den Mainstream herausfordern. Hiervon wird es in den drei Diskussionsrunden reichlich geben.”

“Die Ära des Neoprotektionismus hat mit der unreflektierten Globalisierungskritik lange vor Donald Trump eingesetzt. Seine Wahl zum amerikanischen Präsidenten hat nun deutlich gemacht, wohin es führt, wenn diese Geisteshaltung konsequent zu Ende gedacht wird. Mancher Freihandelsgegner dürfte sich wundern, in welchem Lager er sich nun wiederfindet. Während offene Märkte Menschen verbinden, führt Abschottung zu Konfrontation und Rückfall in nationalistische Konflikte. Nichts hat mehr zur weltweiten Armutsbekämpfung beigetragen als die globalisierte Marktwirtschaft: Das Motto ‚Wohlstand für alle‘ macht in einer offenen Welt nicht an Landesgrenzen halt. Wenn man genauer hinschaut, sind auch hierzulande die vermeintlichen Globalisierungsverlierer gar nicht so klar zu identifizieren. Oftmals wird die Betrachtung auf den Lohndruck für einfache Arbeit verengt. Den gibt es tatsächlich. Was dabei aber regelmäßig übersehen wird, sind die Kaufkraftgewinne auf der
Konsumentenseite. Denn gerade die unteren Einkommensschichten profitieren als Konsumenten überproportional von der Globalisierung, weil handelbare Güter durch weltweiten Wettbewerb billiger werden und diese im Warenkorb von Niedrigverdienern ein größeres Gewicht haben. So wären Smartphones ‚made in Germany’ immer noch ein Luxusartikel und kein Massenprodukt für breite Schichten. Auch haben sich die Arbeitsbedingungen seit Jahrzehnten weltweit verbessert. All das ist nicht selbstverständlich. Durch primitives nationalistisches Denken setzen wir diese Fortschritte aufs Spiel.”

“Sollte Donald Trump Ernst machen – etwa mit Schutzzöllen –, wäre das kurzfristig sehr grobkörniger Sand im Getriebe der Weltwirtschaft. Wir Europäer wären besonders von dieser Entwicklung betroffen: Die USA sind nun mal einer unserer bedeutendsten Handelspartner. Wichtige Kooperationsvorteile würden verloren gehen – das bedeutet merkliche Verluste auf beiden Seiten. Allerdings ist der transatlantische Wirtschaftsraum auch wie kein anderer über gegenseitige Investitionen miteinander verflochten. Das führt dazu, dass jede Störung hierzulande auch die Einkommen auf der anderen Seite des Atlantiks schmälern würde. Diese Interessenharmonie mildert die Wahrscheinlichkeit eines eskalierenden Handelskonflikts.”

Dr. Hendrik Hagedorn, Professor für Volkswirtschafslehre an der BiTS Berlin:
“Die Wahl von Trump und das Referendum zum Brexit bedeuten eine große Zäsur. Das zeigt sich schon allein daran, dass die Debatte nicht zur Ruhe kommt. Beide Entscheidungen polarisieren extrem, denn sie stellen den Status Quo in Frage und haben das Potenzial unsere Welt- und Wirtschaftsordnung zu verändern. Blinde Ablehnung führt hier allerdings gewiss nicht weiter. Wir brauchen endlich eine informierte Diskussion ohne Scheuklappen.”

Der Brexit und die verbreitete Befürchtung einer Austrittswelle aus der EU haben tiefer liegende Ursachen: Krieg mit den Nachbarstaaten ist heutzutage nicht mehr das entscheidende Thema. Vielmehr verläuft eine Front zwischen ‚Volk’ und ‚Elite’ quer durch die EU. Diese Linie ist keineswegs trennscharf, aber immer wieder wird scharf geschossen. Es geht um Deutungshoheit und unterschiedliche Visionen von Europa. Aber letztlich natürlich auch um Freiheit.”

“Die Europäische Union ist wie ihre Mitgliedsstaaten längst eine Umverteilungsinstitution geworden – und naturgemäß fühlen sich alle Seiten benachteiligt. Dabei ist die Frage nach der Tragfähigkeit der Staatsschulden keineswegs gelöst. Man geht nun seit einiger Zeit den Weg des geringsten Widerstands und greift zur gemeinsamen Geldpolitik, die zunehmend zu einer neuen Steuerpolitik wird. Das ist demokratisch nicht legitimiert, sprich: Machtmissbrauch.”

Die Welt nach Brexit und Trump-Wahl – Programmablauf:

16:00-16:45  Anmeldung
16:45-17:00 Eröffnung und Begrüßung
17:00-18:00 Trump gegen den Rest der Welt – Was bedeutet der Machtwechsel polit-ökonomisch?
Impulsvortrag: Prof. Dr. Erich Weede, Prof. em. der Universität Bonn und Publizist
Diskussion: Prof. Dr. Erich Weede & Prof. Dr. Wolf Schäfer, Prof. em. der
Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und Präsident der Hayek-Gesellschaft
Moderation: Prof. Dr. Stefan Kooths, Prof. an der BiTS Berlin und Leiter des
Prognosezentrums am Institut für Weltwirtschaft Kiel
18:00-18:20 Pause
18.20-19:20 Spaltung der Gesellschaft – Fakt oder Fake?
Impulsvortrag: Dr. Michael von Prollius, Unternehmensberater und Publizist
Diskussion: Dr. Michael von Prollius & Dr. Oliver Treidler, Unternehmensberater
Moderation: Prof. Dr. Hendrik Hagedorn, Prof. an der BiTS Berlin
19:20-19:40 Pause
19:40-20:40 Schein oder nicht Schein – Bargeld als gedruckte Freiheit
  Impulsvortrag: Frank Schäffler, Ehemaliges Mitglied des Bundestages und Leiter des Prometheus Institutes
Diskussion: Frank Schäffler & Dr. Richard Zundritsch, Finanzberater
und Vorstandsmitglied des Hayek Institut, Wien
Moderation: Prof. Dr. Stefan Kooths, Prof. an der BiTS Berlin und Leiter des
Prognosezentrums am Institut für Weltwirtschaft, Kiel
20:40          Schlusswort
20:45  Empfang

Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Anmeldung, Infos zu Rednern und Programmablauf

Weitere Partner der Veranstaltung:
Austrian Economics Center: http://www.austriancenter.com/
Open Europe Berlin: http://www.openeuropeberlin.de/
Prometheus: http://prometheusinstitut.de/
Hayek Gesellschaft: https://hayek.de/

Über die BiTS
Im Jahr 2000 in Iserlohn gegründet, etablierte sich die private Hochschule BiTS (Business and Information Technology School) als eine der führenden privaten Hochschulen in Deutschland an den Standorten Iserlohn, Berlin und Hamburg. Junge Menschen zu unternehmerisch denkenden und handelnden Persönlichkeiten auszuprägen, ist Teil ihrer DNA. Angeboten werden Bachelor- und Master- sowie duale Studiengänge in den Bereichen Wirtschaft, Medien, Wirtschaftspsychologie, Wirtschaftsrecht und International Services. Die BiTS ist staatlich anerkannt, alle Studiengänge sind von der Stiftung FiBAA akkreditiert. Weitere Informationen unter www.bits-hochschule.de

Über Laureate International Universities
Laureate ist der weltweit führende Anbieter von Hochschulbildung. Mehr als 1.000.000 Studierende aus aller Welt studieren an über 70 Laureate Hochschulen in 25 Ländern aus Nord- und Südamerika, Europa, Asien, Afrika und dem Nahen Osten. Die Hochschulen bieten Bachelor- und Master-Studiengänge sowie Promotionsprogramme aus den Bereichen Architektur, Unternehmensführung, Maschinenbau, Tourismus & Hospitality-Management, Management, Wirtschaft, Medizin und Recht. Laureate Institutionen sind unter den Top Bildungsanbietern im Hochschulbereich an ihren Standorten und in ihrem Fachbereich aufgeführt und erhielten internationale Anerkennung für die Qualität der Lehre. Weitere Informationen unter www.laureate.net.

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