Grippeimpfung: Jeder vierte Verbraucher impft sich auf ärztliches Anraten – jeder dritte ist uninformiert

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  • Das Volk der Impfverweigerer: 56 Prozent der Deutschen haben sich noch nie gegen Grippe impfen lassen, nur 8 Prozent tun dies regelmäßig
  • 4 von 10 Deutschen haben die Impfung bisher gut vertragen, nur 7 Prozent erkrankten trotzdem an einer Grippe
  • Gesundheitsexperten von erkaeltet.info klären über die Grippeimpfung auf

Berlin, 05. November 2015. Kleiner Piks, großer Schutz oder doch bloß Geldmacherei der Pharmaindustrie – an der jährlichen Grippeimpfung scheiden sich die Geister. Die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag von www.erkaeltet.info, dem Verbraucherportal rund um Erkältung und Grippe, bestätigen die mangelnde Akzeptanz der Grippeimmunisierung in der Bevölkerung: Die Mehrheit der Deutschen (56 Prozent) hat sich noch nie gegen Influenza impfen lassen, 32 Prozent davon lehnen diese Art der Prophylaxe für die Zukunft sogar kategorisch ab. Dabei zeigen sich Frauen als die größeren Skeptiker: 40 Prozent von ihnen haben sich noch nie gegen Grippeviren impfen lassen und möchten es auch nicht in Zukunft tun. Bei den Männern ist es dagegen nur jeder Vierte (25 Prozent). Lediglich 37 Prozent der Deutschen gehören zu den Impfbefürwortern, die dieses medizinische Angebot schon mal in Anspruch genommen haben. Regelmäßig und auch diesen Winter setzt gerade einmal jeder zwölfte (acht Prozent) Bundesbürger auf den Schutz durch die Impfung.

Beweggründe für und Argumente gegen die Grippeimpfung
Wenn sich schon jemand in Deutschland für eine Grippeimpfung entscheidet, dann vor allem auf Anraten von Vertrauenspersonen: Ein Viertel (25 Prozent) greift auf diese Art der Vorsorge zurück, weil der Arzt ihnen dazu geraten hat und zwölf Prozent, da sich jemand aus dem Freundes- oder Familienkreis hat impfen lassen. Jeder Neunte (11 Prozent) hört einfach auf die Gesundheitsexperten, die diese Schutzmaßnahme grundsätzlich empfehlen. Neun Prozent setzen auf den Impfstoff, weil sie nach eigenen Angaben zur Risikogruppe gehören. Erstaunlich dabei: 31 Prozent der Befragten, ob Impfbefürworter oder -verweigerer, geben zu, sich noch nie zu dem Thema Grippeschutzimpfung umfassend informiert zu haben. Dies weist auf eine ernstzunehmende Wissenslücke in der Bevölkerung hin und führt zur Verbreitung von Halbwahrheiten zu diesem Thema.

Die Gesundheitsexpertin Dr. med. univ. Annina Jenal von erkaeltet.info: „Ob eine Grippeimpfung sinnvoll ist, muss immer von Fall zu Fall entschieden werden. Bei bestimmten Personengruppen macht die Immunisierung jedoch besonders viel Sinn, da bei ihnen eine Influenza-Infektion häufig schwerwiegender verläuft. Zu solchen Risikogruppen gehören u. a. die über 60-Jährigen, Schwangere mit gesundheitlichen Problemen und Personen mit chronischen Erkrankungen.“

20 Prozent der Impfverweigerer wenden als Gegenargument ein, dass der Impfstoff immer nur gegen aktuelle Grippe-Viren entwickelt wird. Dr. Jenal: „Tatsächlich mutieren Influenzaviren besonders schnell und der Impfstoff muss deswegen jährlich neu angepasst werden. Für die genannten Risikogruppen ist eine jährliche Schutzauffrischung dadurch aber nicht weniger sinnvoll.“ Außerdem ist jeder Siebte (14 Prozent) fest davon überzeugt, dass Impfungen dem Körper mehr Schaden hinzufügen als helfen. 17 Prozent glauben zudem, dass die Grippe nicht mehr so gefährlich ist wie vor 100 Jahren. „Im Gegensatz zu früher gibt es heutzutage Medikamente, die gezielt gegen die Grippeviren wirken. Trotzdem sterben heute noch, allein in Deutschland, mehrere tausend Patienten jährlich an einer Grippeerkrankung“, sagt Dr. Jenal.

Und wie steht es um die Erfahrungen nach der erfolgten Immunisierung? Fast vier von zehn Deutschen (39 Prozent) haben nach eigener Aussage die Grippeschutzimpfung gut vertragen, nur sieben Prozent der Verbraucher sind trotz Impfung an einer Grippe erkrankt.

 

Über die Studie:
Die Studie wurde von www.erkaeltet.info in Zusammenarbeit mit Appinio im Oktober 2015 durchgeführt. Die Daten wurden mittels repräsentativer Online-Befragung von 1.009 deutschen Verbrauchern erhoben.

 

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