Movember ist nicht nur Männersache: Wenn Männer leiden, leidet das Unternehmen mit
Checkliste: Unternehmensmaßnahmen zur Förderung psychischer Männergesundheit
Berlin, 11. November 2025 – Männer gelten als belastbar, rational und leistungsfähig, doch genau dieses Rollenbild führt dazu, dass psychische Erkrankungen bei männlichen Beschäftigten oft unerkannt bleiben. Laut dem DAK Psychreport 2025 verursachen psychische Erkrankungen die dritthöchste Zahl an krankheitsbedingten Ausfällen. Gleichzeitig nehmen Frauen statistisch häufiger psychotherapeutische Hilfe in Anspruch, was sich auch in der Nutzung entsprechender Angebote zeigt: Bei My7steps, einer App für psychologische Unterstützung, machen Männer nur 30 Prozent der Nutzer aus. Die Dunkelziffer psychisch belasteter Männer bleibt jedoch hoch – nicht zuletzt, weil traditionelle Rollenbilder es erschweren, offen über seelische Gesundheit zu sprechen. Hinzu kommt, dass sich psychische Belastungen bei Männern oft anders äußern als bei Frauen.
„Das Problem ist nicht mangelnde Belastbarkeit, sondern mangelnde Sichtbarkeit“, erklärt Maudie Derks, Geschäftsführerin von Acture, Pionier im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. „Viele Männer kämpfen still weiter, bis sie ausfallen und das dann langfristig. Unternehmen können hier durch Prävention und schnelle Hilfe den Unterschied machen.“
Checkliste: Wie gut ist das Unternehmen in Sachen psychischer Männergesundheit aufgestellt?
Psychische Belastungen werden häufig lange verdrängt, und viele Männer greifen erst sehr spät auf Unterstützung zurück. Für Unternehmen bedeutet das nicht nur erhöhte Fehlzeiten, sondern auch Produktivitätsverluste. Mit strukturierten Programmen können Arbeitgeber hier aktiv gegensteuern. Diese Fragen helfen dabei, den Status quo im Unternehmen zu reflektieren:
- Sensibilisierung und Führungskultur. Psychische Gesundheit beginnt in der Führung. Führungskräfte haben eine Schlüsselrolle bei der Früherkennung und Entstigmatisierung.
- Gibt es Schulungen für Führungskräfte zur frühzeitigen Erkennung psychischer Belastungen?
- Ist mentale Gesundheit aktiv in der Führungskultur verankert?
- Zugänglichkeit und Unterstützung. Niedrigschwellige Angebote sind entscheidend, damit Hilfsangebote wahrgenommen bzw. überhaupt angenommen werden. Digitale Tools und Apps sind dafür besonders geeignet, da sie anonyme und schnelle Hilfe ohne Hürden ermöglichen.
- Gibt es digitale, niederschwellige Angebote oder Tools bzw. externe Programme wie My7steps, um bei Bedarf Unterstützung anzubieten?
- Sind diese Angebote schnell und anonym verfügbar?
- Geschlechtersensible Gesundheitsangebote. Männer nutzen psychologische Angebote deutlich seltener. Zudem äußern sich psychische Belastungen bei Männern oft anders. Wenn Maßnahmen gezielt auf die Bedürfnisse männlicher Mitarbeitender abgestimmt sind, erkennen Männer eher, wann sie Unterstützung benötigen, und nehmen sie dann auch tatsächlich in Anspruch.
- Sind Maßnahmen vorhanden, die auf die spezifischen Bedürfnisse männlicher Mitarbeitender abgestimmt sind?
- Wird bei der Gestaltung von Präventions- und Unterstützungsangeboten auf unterschiedliche Zugangsbarrieren und Nutzungsverhalten geachtet?
- Prävention aktiv fördern. Frühzeitige Intervention verhindert lange Ausfälle und stärkt die Resilienz der Mitarbeitenden.
- Gibt es Programme, die ein breites Themenspektrum abdecken, über psychische Gesundheit informieren und bereits bei ersten Anzeichen von Belastung ansetzen?
- Wie können Mitarbeitende ermutigt werden, frühzeitig Unterstützung zu suchen?
- Evaluation und Weiterentwicklung. Eine kontinuierliche Bewertung hilft dabei, zu erkennen, welche Maßnahmen gut angenommen werden und wo zusätzlicher Bedarf besteht.
- Gibt es Rückmeldungen oder Zahlen zur Nutzung und Akzeptanz bestehender Angebote mit Blick auf geschlechtsspezifische Unterschiede?
- Werden Maßnahmen auf Basis von Feedback weiterentwickelt?
Unternehmen können präventiv handeln und gleichzeitig das Bewusstsein für mentale Gesundheit stärken; davon profitieren sie langfristig: Weniger Fehltage, stärkere Mitarbeiterbindung und eine gesunde Unternehmenskultur sind die Folge. Auch bei der Mitarbeitergewinnung tragen entsprechende Angebote zur Attraktivität bei. Insbesondere im Rahmen von Initiativen wie Movember wird deutlich, dass psychische Männergesundheit keine Privatsache ist, sondern auch eine wichtige Aufgabe für Arbeitgeber.
Über Acture
Acture ist der führende Dienstleister für das Mitarbeiterwohlbefinden in den Niederlanden und seit 2023 in Deutschland aktiv. Seit 2008 bietet das Unternehmen ganzheitliche Lösungen mit der Mission, eine gesunde und leistungsfähige Belegschaft zu fördern. Kern des Angebots ist das Employee Welfare Program (EWP), eine umfassende Lösung, die Unternehmen ein effizientes und nachhaltiges Gesundheitsmanagement ermöglicht. Ergänzt wird das EWP durch einen Blended-Care-Ansatz, der Selbstfürsorge, Interaktion und Intervention miteinander verbindet.
Mit der Übernahme der deutschen Anbieter Evermood und My7steps hat Acture seine Expertise gezielt erweitert und stärkt damit sein Leistungsportfolio für eine ganzheitliche Unterstützung von Unternehmen auch auf dem deutschen Markt.
Weitere Informationen auf acture.eu
Pressekontakt
markengold PR für Acture
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Arbeitswelt, Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, EWP, Männergesundheit, Mentale Gesundheit, Movember