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DGÄPC Statistik 2020: Mehr minimalinvasive Eingriffe aufgrund von Homeoffice?

– Krisenjahr 2020: 63 Prozent aller Ästhetisch-Plastischen Behandlungen sind minimalinvasiv
– Bedürfnis nach Verbesserung ästhetischer Leiden auch während Lockdown
– Geringere Kosten und Hemmschwelle bei minimalinvasiven Behandlungen
– Private Reisekasse wird 2020 ins Aussehen investiert
– Homeoffice bietet Zeit zum Auskurieren

Berlin, 16. Dezember 2020. Die Nachfrage nach minimal- und nichtinvasiven Methoden nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Waren 2019 41,5 Prozent der Behandlungen minimalinvasiv, ist die Nachfrage nach schonenderen Methoden im Jahr 2020 auf 63,7 Prozent gestiegen – dies zeigt die aktuelle Statistik* der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC), die im November 2020 erschienen ist.

Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
Diese signifikante Steigerung lässt sich auf die COVID-19-Pandemie zurückführen. Aufgrund derer sind Patient*innen wie auch Fachärzt*innen aktuell zurückhaltender bei komplexen operativen Eingriffen: 2019 waren 58,5 Prozent der Ästhetisch-Plastischen Behandlungen operativ, 2020 ist der Wert auf 49,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig wächst das Spektrum an minimalinvasiven Behandlungen stetig und wird immer häufiger als Alternative zu kleineren operativen Behandlungen wahrgenommen.

„Die COVID-19-Pandemie hat das Interesse an minimalinvasiven Behandlungen verstärkt. In der aktuellen Krisenzeit ist die Bereitschaft zu einer Behandlung, deren Ergebnisse schnell sichtbar sind und die keine umfassende Nachsorge erfordert, größer als sonst“, so Dr. Helge Jens, Vorstandsmitglied der DGÄPC und praktizierender Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie sowie Leiter der DOMHOF-Klinik in Aachen.

Hinzu kommt, dass die Hemmschwelle der Patient*innen bei minimalinvasiven Methoden niedriger ist als bei komplexen Eingriffen, bei denen es oft eines stationären Aufenthalts, einer Vollnarkose und medizinischer Überwachung bedarf. Bei den sanfteren Methoden wird nur eine lokale Betäubung eingesetzt und Nachsorge bzw. nachfolgende Kontrolltermine sind nicht zwingend notwendig. Zudem sind minimalinvasive Behandlungen kostengünstiger als operative Eingriffe.

Homeoffice steigert Bereitschaft
Der Trend zu minimalinvasiven Behandlungen spiegelt sich auch in den Ergebnissen einer Mitgliederumfrage** unter unseren Fachärzt*innen der DGÄPC, durchgeführt im Sommer 2020, wider. Viele Patient*innen nutzen die Möglichkeiten des Homeoffice, um die Schwellungen und kleineren Blutergüsse auszukurieren, die sich durch eine Behandlung ggf. ergeben können. Zudem stillt das Homeoffice durch wegfallende Arbeitswege und eine ruhigere Umgebung das Bedürfnis nach Privatsphäre. Jede*r dritte befragte unserer Fachärzte bzw. -ärztinnen (36 Prozent) vermerkte bereits im Sommer, dass vor allem die Patient*innen vermehrt in die Praxis kommen, die vorwiegend oder sehr häufig im Homeoffice arbeiten.

Während und nach der Zeit des 1. Lockdowns im Frühjahr kamen bestimmte Berufsgruppen auffallend häufiger als sonst zu dieser Zeit in die Praxen. 27 Prozent unserer befragten Mitglieder ordneten ihre Patient*innen der Gruppe der Lehrer zu, jeweils neun Prozent der Patient*innen waren im Büro oder in der Gastronomie tätig.

Angesparte Reisekasse wird genutzt
Die Umfrage unter unseren Fachärzt*innen zeigt auch, dass das für kostspielige Urlaubsreisen angesparte Geld in Anbetracht eingeschränkter Reise- und Urlaubsmöglichkeiten nun genutzt wird, um eine Ästhetisch-Plastische Behandlung zu finanzieren. Zwei von drei (67 Prozent) der befragten DGÄPC-Mitglieder stimmten der Aussage zu, dass Patient*innen, statt in den Urlaub zu fahren, das Geld in eine Ästhetisch-Plastische Behandlung investieren.

Das gewachsene Interesse an minimalinvasiven Behandlungen spiegelt sich deutlich im diesjährigen Behandlungsranking wider:
Top 5 der 2020 am häufigsten durchgeführten Ästhetisch-Plastischen Behandlungen
1. Faltenunterspritzung (30,7 Prozent)
2. Botulinumtoxinbehandlung (24,4 Prozent)
3. Brustvergrößerung (12,7 Prozent)
4.Oberlidstraffung (8,6 Prozent)
5. Fettabsaugung (8,3 Prozent)

„Interessant wird sein, ob sich der Trend in den kommenden Jahren verfestigt oder ob die hohe Nachfrage nach minimalinvasiven Behandlungen eine direkte Folge der Pandemie und des häufigen Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes ist. Es zeigt sich sehr deutlich, dass viele Patient*innen jetzt die veränderten Rahmenbedingungen nutzen, um einen langgehegten Wunsch umzusetzen und ihr ästhetisches Leiden zu minimieren“, so Dr. Jens, weiter.

*Patientenbefragung
Seit mehr als 10 Jahren erfragt die DGÄPC deutschlandweit basierend auf einem anonymen Fragebogen die Gründe für das Aufsuchen eines Ästhetisch-Plastischen Chirurgen, die Motivation und Interessen der Patient*innen. Für die diesjährige Statistik wurden 1.437 Fragebögen ausgewertet, der Erhebungszeitraum erstreckt sich von Juli 2019 bis Juni 2020 und schließt damit auch die COVID-19-Pandemie mit ein.

**Mitgliederbefragung
Bei der Umfrage handelt es sich um eine nichtrepräsentative Mitgliederbefragung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie e.V. (DGÄPC), die von Mitte Juli bis August 2020 durchgeführt wurde.

Über die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie e.V. (DGÄPC)
Die DGÄPC wurde 1972 gegründet und ist die älteste Fachgesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie in Deutschland. Neben der Durchführung von Tagungen, Kongressen, Workshops, Fort- und Weiterbildungen für ihre über 40 fachlich geprüften Mitglieder aus ganz Deutschland hat sie sich in nahezu 50 Jahren als Qualitätsgarant für Patientensicherheit und fachliche Expertise im Bereich Ästhetisch-Plastischer Chirurgie etabliert.

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