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Für immer – nicht nur zum Pride Month: Babbel zeigt, wie unsere Sprache inklusiver wird

Berlin, 23. Juni 2021. Von Mai bis August feiern Millionen Menschen weltweit den LGBTQIA+ Pride sowie die Christopher Street Day Paraden in Europa: ein Aufruf der Community zu mehr Toleranz. Beim Pride Month geht es auch darum, auf die verbale Diskriminierung gegenüber LGBTQIA+ Personen sowie mangelnde Diversität und Inklusivität in unserer Sprache aufmerksam zu machen. Die weltweit erfolgreichste Sprachlern-App Babbel widmet sich auch dieses Jahr dem Thema mit speziell erstellten Babbel Live Sprachkursen zur LGBTQIA+ Inklusivität sowie einer Awareness-Liste mit Ausdrücken von Mikroaggression in der Alltagssprache.

Die Sprachlernexpert:innen von Babbel thematisieren diskriminierende oder schlichtweg ignorante Sprache gegenüber der LGBTQIA+ Gemeinschaft u. a. in einem neuen Live-Sprachkurs in den Lernsprachen Englisch, Deutsch, Italienisch, Französisch und Spanisch. Die Kurse setzen sich mit der Geschichte der LGBTQIA+ Rechte, verschiedenen Identitäten, genderneutraler Sprache sowie den Pride-Feierlichkeiten weltweit auseinander. „All diese Themen, und vor allem ein Bewusstsein für den eigenen, inklusiven Sprachgebrauch, sind ein wichtiger Teil nicht nur unserer alltäglichen Konversationen, sondern auch beim Erlernen einer neuen Sprache. Von der Nutzung etwa von genderneutralen Pronomen bis hin zum Erkennen und Korrigieren von Mikroaggressionen, all das sollte egal in welcher Sprache selbstverständlich sein. Genau darauf möchten wir als Sprachlernexpert:innen aufmerksam machen“, sagt Genevieve Sabin, Sprachwissenschaftlerin bei Babbel.

Mikroaggression in der Alltagssprache

Oft unbewusst schleichen sich Vorurteile und Diskriminierung in Form von Mikroaggression in unsere Alltagssprache ein – also Verhaltensweisen und Sprache, die subtil oder indirekt eine abwertende oder feindselige Botschaft vermitteln.

Ein Teilgebiet der Linguistik, die Pragmatik, beschäftigt sich mit der Frage, warum wir verbale Mikroaggressionen oft selbst nicht erkennen: „Wie Menschen bestimmte Gesprächssituationen wahrnehmen oder deren Kontext verstehen, ist oft das Ergebnis einer jahrelangen Verstärkung des Status quo. Mikroaggressionen können etwa das Resultat des sogenannten Falschen-Konsensus-Effekts sein – also, wenn Menschen davon ausgehen, dass andere genau ihre Meinung und ihr Verständnis von Situationen teilen. Ein anderes psychologisches Phänomen ist der Bestätigungsfehler: die Tendenz unsere Aufmerksamkeit nur auf Informationen zu richten, die das unterstützen, was wir bereits zu wissen glauben“, erklärt Sabin. Beide Phänomene können zu sprachlichen Missverständnissen führen. Mikroaggressionen können soziales Unwohlsein, ein Gefühl kulturell fehl am Platz zu sein oder sogar körperliche Unsicherheit bei Betroffenen verursachen. Folgende Gesprächssituationen sind Beispiele für alltägliche Mikroaggressionen gegenüber der LGBTQIA+ Gemeinschaft:

„Es gibt einfach so viele Begriffe dafür, wie wir Menschen heutzutage bezeichnen.      Was kann man denn überhaupt noch sagen…“ Dies ist eine gängige Mikroaggression, die verwendet wird, um neue, integrative Redewendungen im Zusammenhang mit der LGBTQIA+ Community abzulehnen. Scherze über die Verwendung von geschlechteridentifizierender Terminologie oder Pronomen diskreditieren die Selbstidentifikation einer Person.

„Das ist alles vor so langer Zeit passiert. Kannst du nicht einfach darüber hinwegkommen?“ Diese Art von Aggression wird verwendet, um anhaltende Diskriminierung im täglichen Leben zu ignorieren und zu erklären, dass jetzt „die Dinge nicht mehr so schlimm sind wie sie früher einmal waren“.

„Bist du aktiv oder passiv?“ Solche Fragen reduzieren LGBTQIA+ Personen auf die Art und Weise, wie sie Sex haben. Dabei sind diese Themen – genauso wie bei heterosexuellen Menschen, denen solche Fragen selten gestellt werden – eine private Angelegenheit und haben nichts damit zu tun, wie man sich identifiziert.

„Wer ist der Mann (oder die Frau) in eurer Beziehung?“ Dies ist eine typische heteronormative Frage, die darauf hindeutet, dass alle Beziehungen aus einer Frau und einem Mann bestehen. Je nachdem, wen man fragt und wie sich diese Person identifiziert, gibt es möglicherweise keinen „Mann“ bzw. keine „Frau“ in der Beziehung. Diese Frage ist gegenüber Menschen mit einer nichtbinären (weder weiblichen noch männlichen) Geschlechtsidentität abwertend.

„Also magst du Männer und Frauen?“ Ständige Fragen zur sexuellen Orientierung können insbesondere für bisexuelle und pansexuelle Menschen eine sehr anstrengende und unangenehme Erfahrung sein. Es ist so, als würde man fragen, wie schwul man ist oder ob man lesbisch ist oder nicht. Fast niemand würde auf die Idee kommen, eine:n Heterosexuelle:n zu fragen, wie heterosexuell man ist – warum sollte die umgekehrte Frage also akzeptabel sein?

„Welche Art von Operation hattest du?“ Nicht alle Transsexuellen haben sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen oder möchten sich dieser unterziehen, und zwar aus unterschiedlichen persönlichen Gründen, für die man niemandem eine Antwort schuldet.

„Möchtest Du Kinder? (Wenn man alle anderen außer LGBTQIA+ Personen fragt)“ Es ist unhöflich und schlichtweg ignorant, wenn man pauschal denkt, dass Menschen aufgrund ihrer Identität oder sexueller Orientierung keine Kinder haben möchten.  

„Sei nicht so sensibel“ Dieser Satz wird oft von denen verwendet, die aufgrund ihrer (unbewussten) Vorurteile zu unsensiblen Kommentaren und Fragen neigen. Dieses Beispiel für Mikroaggression diskreditiert die Gefühle der Person, die Opfer eines unangemessenen Kommentars wurde.

…Nichts sagen. Wer schweigt und tatenlos zusieht, wenn jemand eine Mikroaggression erlebt, wird möglicherweise selbst passive:r Mikroaggressor:in. Vielleicht erlebt man selbst Mikroaggression und sagt nichts, weil man in diesem Moment nicht in der Lage ist, etwas zu sagen. Mikrointerventionen – also schlagfertige Sätze und Fragen – können jedoch in solchen Situationen sinnvoll und hilfreich sein.

Mögliche Mikrointerventionen

● „Im Jahr 2021 ist es ziemlich lächerlich, wenn sich Menschen negativ darüber äußern, wie oder als was sich andere Personen identifizieren.“

● „Kannst du dir vorstellen, wie es ist, regelmäßig diese Art von Diskriminierung zu ertragen? Was kann ich tun, um zu helfen?“

● „Ich wünschte, die Welt wäre ein Ort, an dem jeder Mensch faire Chancen hat und nicht nur nach seiner Sexualität beurteilt wird.“

● „Ich denke, egal wer man ist, es ist wirklich wichtig, dass man die Identität anderer Menschen berücksichtigt und sie so respektiert, wie sie sind.“

● „Ich möchte mehr über die LGBTQIA+ Community erfahren und ein Verbündeter werden. Vielleicht könnten wir uns diesbezüglich zusammenschließen?“

● „Ich bin stolz, dass Pride existiert. Wir feiern damit die Stärke der LGBTQIA+ Community angesichts all der historischen und anhaltenden alltäglichen Unterdrückung.“

● „Meine Pronomen sind: (z. B. sie/sie, er/ihn, sie/sie/ihre) – was sind deine?“

Über den Babbel Live Sprachkurs LGBTQIA+ Inklusivität 

Inklusivität ist das Herzstück der Babbel-Sprachkurse. Verschiedene Geschlechter, sexuelle Identitäten, Herkünfte und Religionen werden auf authentische Art und Weise in die Kurse integriert. Der Babbel Live-Sprachkurs zur LGBTQIA+ Inklusivität ist der erste in einer neuen Reihe von Live-Inhalten, die speziell darauf ausgerichtet sind, in mehreren Lernsprachen mit Lehrer:innen und Lernenden über aktuelle globale Themen zu diskutieren. Es wird gemeinsam über Themen wie LGBTQIA+ Rechte, genderneutrale Sprache sowie Pride-Feierlichkeiten und -Traditionen in verschiedenen Ländern geredet und gelernt. „Unsere Lernende sind so unterschiedlich wie die Muttersprachler:innen der Babbel-Lernsprachen. Daher sollten Sprachkurse diese Diversität und Vielfalt widerspiegeln. Aus pädagogischer Sicht ist es wichtig, dass Lerninhalte jeglicher Art auf die eigene Erfahrung des Lernenden bezogen werden können“, sagt Vitor Schereiber, Senior Project Manager bei Babbel. 

Angeboten werden die Kurse für die Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch für das Lernniveau A2. Der Sprachkurs ist für Nutzende mit einem aktiven Babbel Live Abo zugänglich. Mehr Informationen auf: www.babbel.de

Über Babbel: 

Mit Babbel lernen Millionen von Menschen weltweit eine neue Sprache. Die Online-Sprachkurse der Babbel-App, der virtuelle Gruppenunterricht mit Babbel Live, die Sprachreisen von Babbel Travel und Babbel für Unternehmen helfen Lernenden dabei, so schnell wie möglich echte Unterhaltungen in einer neuen Sprache zu führen. Und es funktioniert: Zahlreiche wissenschaftliche Studien, unter anderem der Yale University und der City University of New York, belegen Babbels Effektivität. 

Babbel verbindet das Wissen von Sprachlernexpert:innen mit neuester Technologie: Mehr als 60.000 Lektionen mit 50 Stunden Videoinhalt und 70 Podcast-Episoden in 14 Sprachen wurden von mehr als 150 Sprachlernexpert:innen individuell für verschiedene Ausgangssprachen und Lernbedürfnisse entwickelt. Live-Sprachunterricht, Spiele und Videos runden das Sprachlernerlebnis ab. Kontinuierlich wird der Lernfortschritt analysiert und einzelne Lektionen werden auf Basis zahlreicher Daten angepasst und optimiert. 

Mit Babbel kann jeder eine Sprache lernen – deshalb ist das Babbel-Team genauso vielfältig wie die Sprachkurse: 750 Mitarbeitende repräsentierenmehr als 60 verschiedene Nationalitäten, unterschiedliche Geschlechter, Herkünfte und Überzeugungen an den Standorten Berlin und New York. 2007 startete Babbel den Online-Sprachlernmarkt und ist heute, mit über zehn Millionen verkauften Abonnements, die erfolgreichste Sprachlern-App weltweit. Weitere Informationen unter www.babbel.de

Pressekontakt 

Martina Dach, E-Mail: mdach@babbel.com 

Pressebüro Babbel, c/o markengold PR, Velyana Angelova, Tel.: +49 – 30 – 219 159 – 60, E-Mail: babbel@markengold.de

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