Küssen tabu? Im Gegenteil! Die 10 häufigsten Irrtümer über Erkältungen

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Berlin, 01. Oktober 2015. Pünktlich zum Herbstbeginn geht es wieder los: Deutschland hustet und schnieft. Jetzt am besten Körperkontakt zu Erkrankten meiden, viel Sport treiben und Hände schön fleißig mit antibakterieller Seife waschen, nicht? Falsch. Wenn Husten, Schnupfen und Halsschmerzen ihre Hochsaison haben, kursieren wieder zahlreiche Informationen über Erkältungen, die oft wissenschaftlich nicht belegbar sind. Dieses Halbwissen ist gefährlich und führt zu falschen Verhaltensweisen, die dann den Krankheitstand hierzulande in die Höhe treiben. Damit Deutschland die Erkältungszeit besser übersteht, nehmen die Gesundheitsexperten des unabhängigen Verbraucherportals www.erkaeltet.info die häufigsten Erkältungsmythen genauer unter die Lupe und räumen mit diesen auf:

Irrtum 1: Küssen ist bei Erkältungen verboten!
Der Partner ist verschnupft und hustet ständig, dennoch haben wir ihn zum Knutschen gern. Die Ansteckungsgefahr verbietet uns das aber. Von wegen! Liebe geht schließlich durch den Magen – und nicht nur, wenn es ums Essen geht. „Die Erkältungsviren, die immer dafür verantwortlich sind, dass wir erkranken, gelangen über den Kussmund in den Darmtrakt. Dort werden sie regelrecht vernichtet und haben keine Überlebenschance. Außerdem unterstützt das positive Gefühl beim Küssen unser Immunsystem“, sagt Dr. med. univ. Annina Jenal von erkaeltet.info.

Irrtum 2: Viel Vitamin C beugt Erkältungen vor
Weit verbreitet ist auch die Meinung, dass Vitamin C in hohen Dosen vor einer Erkältung schützt. Das stimmt aber nicht. Dr. Jenal: „Da Vitamin C wasserlöslich ist, wird alles, was zu viel davon aufgenommen wird, über den Urin wieder ausgeschieden. Es bleibt also wirkungslos. Einen wissenschaftlichen Schutznachweis für hochdosiertes Vitamin C gibt es bisher nicht.“

Irrtum 3: Antibakterielle Seife schützt vor Erkältung
Händewaschen ist die wichtigste Maßnahme, um sich vor einer Infektion zu schützen. Ob dafür jedoch antibakterielle Seife oder herkömmliche Seife verwendet wird, macht keinen Unterschied. Antibakterielle Seife kann sogar die schützende Hautflora und die Umwelt, wie das Ökosystem in Gewässern, schädigen.

Irrtum 4: Im Winter erkältet man sich schneller als im Sommer
Ein Irrtum, der sich hartnäckig hält. Dabei kann man in den wärmeren Monaten genauso leicht erkranken. „Die Erkältungsviren im Sommer sind andere als im Winter: Diese können besonders bei Wärme und hoher Feuchtigkeit lange überleben. Durch Zugluft oder starke Temperaturschwankungen wird das Immunsystem geschwächt und der Organismus anfällig gegenüber Krankheitserregern“, sagt Dr. Jenal.

Irrtum 5: Heute friere ich, morgen bin ich krank!
Was die meisten nicht wissen: die Kälte an sich ist gar nicht das Problem. „Grund für eine Erkältung kann sein, dass durch die Kälte die Durchblutung der unterkühlten Körperteile – Nase und Atemwege – eingeschränkt wird. Dadurch werden sie empfindlich und haben den Viren nicht mehr viel entgegenzusetzen“, weiß Dr. Jenal. Heizungsluft sorgt zudem für trockene Schleimhäute. Dies behindert wiederum den Abtransport von Schadstoffen und ermöglicht Viren ein leichtes Spiel.

Irrtum 6: Ich wurde angehustet. Jetzt werde ich auch krank!
Diese Annahme trifft nur dann zu, wenn der Organismus bereits schwächelt und das Immunsystem die eindringenden Erreger nicht abwehren kann. „Die größere Gefahr liegt in der indirekten Übertragung (Schmierinfektion) über Händedruck oder Handtücher, Türklinken und anderen Materialien, auf denen Viren überleben“, erklärt Dr. Jenal.

Irrtum 7: Mit Sport treibe ich die Erkältung aus
Sport gilt allgemeinhin als gesund. Ist man aber bereits erkältet, sind Ruhe und viel Schlaf das einzig richtige. Nur so kann das Immunsystem gestärkt werden, um die Viren rasch zu bekämpfen. Sport hingegen schwächt das Immunsystem und wirkt daher kontraproduktiv. Im Falle einer Erkältung heißt es demnach ‚ab ins Bett’ statt ‚hopp auf den Sportplatz’.

Irrtum 8: Eine Erkältung kann sich zu einer Grippe entwickeln
Auch das stimmt nicht, da sich die Erreger einer Erkältung und die einer Grippe wesentlich unterscheiden. Die Übeltäter einer Grippe sind die sogenannten Influenza-Viren, eine Erkältung wird hingegen von einer Vielzahl verschiedener Erkältungsviren ausgelöst. Aus der Erkältung kann demnach keine Grippe werden. Der Erkältete kann sich allerdings zusätzlich mit den Grippeviren anstecken.

Irrtum 9: Schnäuzen ist besser als Hochziehen!
Für die Mütter von kleinen Kindern wird es jetzt hart, aber das Hochziehen des Nasensekrets ist besser als das Schnäuzen. Das Sekret gelangt durch das Hochziehen in den Rachenraum und wird anschließend geschluckt. Die Magensäure kümmert sich um den Rest und macht die Erreger unschädlich. Heftiges Schnäuzen hingegen kann das Nasensekret in die Nebenhöhlen befördern, wo es Entzündungen auslösen kann.

Irrtum 10: Einmal erkrankt, für den Rest des Jahres immun
Der Grundgedanke hinter diesem Irrtum ist gar nicht so verkehrt. Unser Immunsystem stellt sich auf bekannte Viren ein, erkennt sie wieder und kann diese sofort bekämpfen. Dennoch: Ein Erwachsener erkältet sich durchschnittlich zwei- bis viermal jährlich, Kinder infizieren sich sogar acht- bis zehnmal. „Der Grund dafür: Einerseits verändern Viren ständig ihre Oberfläche, sodass die Antikörper unseres Immunsystems sie nicht mehr erkennen. Andererseits gibt es schlichtweg viele verschiedene Erkältungsviren. So kann es leicht passieren, dass das Immunsystem nach einer Erkältung erneut gegen Schnupfenviren ankämpfen muss “, weiß Dr. Jenal.

 

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